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Die späte Frau und andere Romangeschichten

Hahn Friedrich

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Verkaufspreis19,80 €
Netto Verkaufspreis18,00 €
Preisnachlass
Steuerbetrag1,80 €

Es sind mehrere Leben, die in Friedrich Hahns Buch „Die späte Frau“ anklingen, bevor eines hervortritt. Ein polyphoner Gedanken- und Stimmenstrom, gegen alle Regeln des Erzählens gebürstet, verdichtet sich und öffnet sich für Geschichte einer Frau, die spät Mutter wird.

Dora ist 67, als sie nach dem Krebstod ihrer Schwester Elvira die Adoption ihrer 8-jährigen Nichte Alice übernimmt. Der Verlust kam nicht unerwartet, Schritt für Schritt beginnen die beiden ihr gemeinsames Leben in der geerbten Wohnung der Schwester. Auch eine neue Liebe scheint sich einzustellen. Nora genießt all dies, mit dem Gefühl, dieses späte Glück mache sie gegenüber allen Übeln dieser Welt immun …

Friedrich Hahn erzählt distanziert, doch immer im Wissen um die Befindlichkeit seiner Figuren. „Konventionen und Rituale verhelfen uns zu einer gewissen Funktionslust, die wir dann Leben nennen. Was jedoch im Chaos, einer Welt uneingeschränkter Möglichkeiten beginnt, endet auch dort wieder“, so der Autor, der für die eine Geschichte, die aus der möglichen Vielzahl hervortritt,

eine neue Facette unter den Roman-Genres erprobt: den Romangeschichten-Roman.

Ich traue zum Beispiel schon lange keiner Wiese mehr über den Weg. Wer weiß schon, worüber das Gras, das darauf wächst, wachsen hat müssen. Wer weiß schon, was da vertuscht, was unter den Teppich, den Rasenteppich gekehrt werden sollte.

Aus: Die späte Frau

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