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Cselley-Mühle

cselleymuehle

Im Mai des Jahres 1976 - noch steht die Reichsbrücke, noch ist die "Arena" unbesetzt - eröffnet der damalige Unterrichsminister Fred Sinowatz mit den Worten "Ich weiß nicht, was ich eröffne, aber ich eröffne es" das Kultur- und Aktionszentrum Cselley-Mühle in Oslip.
Beides, die Mühle selbst und die Worte, mit denen sie eröffnet wurde, war kein Zufall, sondern ein Symptom: Die Jugend der Siebziger Jahre ist darangegangen, sich jene kulturellen Freiräume zu schaffen, die sie vor wenigen Jahren noch bloß demonstrierend verlangt hatte. Und die Kulturpolitik war schlau genug, sich von dieser Jugend ein Stück des Weges mitzunehmen - und dabei auch überraschen zu lassen.
Auch dass die Cselley Mühle im nördlichen Burgenland entstand, ist kein Zufall. Schon damals war Oslip ein integraler Bestandteil des Wiener Kulturlebens: hier passierte bereits, worauf die Stadt noch eine Weile zu warten hatte, zum Beispiel das neue Kabarett, das sich von Oslip aus auf seinen Erfolgsweg gemacht hatte, der es mittlerweile sogar bis in die burgenländischen Kulturzentren geführt hat.

Nach der "Gründerzeit" in der die Ansätze für spätere Entwicklungen entstanden, wuchs die Mühle zu einer in ganz Österrreich bekannten Einrichtung von internationalem Format. Seit der Gründung gibt es immer wieder Versuche, Experimente und Projekte, die sich mit neuen und zeitgenössischen Kunstformen und Entwicklungen auseinandersetzen. Durch Einbindung der Bevölkerung und Zusammenarbeit mit heimischen Kulturschaffenden gelingt es, diese Entwicklungen und Kunstformen aktiv zu vermitteln und sich selbst die Entwicklungsfähigkeit zu erhalten. Die Cselley-Mühle läßt wirkungsvolle und zielführende Kulturarbeit in den verschiedensten Bereichen zu, hat perspektivische Bedeutung für die Entwicklung der Gesellschaft und ist ein Ort, an denen junge Kulturschaffende und etablierte Kulturgeniesser (oder auch umgekehrt) unter einem Dach aufeinandertreffen und kommunizieren.

Durch die professionelle Organisation und 30jährige Erfahrung, wird jungen Künstlern der Weg der kulturellen Entwicklung erleichtert und die Infrastruktur und technischen Anlagen für verschiedenste Projekte, Versuche, Experimente und Proben zur Verfügung gestellt.

Obwohl die Publikumsresonanz nicht außer Acht gelassen wird, werden neue und zeitgenössische Kunstformen nicht ausgeschlossen. Kurzum ein Ort, der einerseits im regionalen Bereich einzigartig ist und für viele die Möglichkeit einer kritischen, diskursiven Auseinandersetzung bietet, andererseits durch die Form der Themenstellung oftmals auf Ignoranz, wenn nicht auf Ablehnung stößt.

Die Vielzahl, Multifunktionalität und Variabilität der Räumlichkeiten und Einrichtungen der Mühle ermöglicht nahezu alles an Veranstaltungen, Aktionen, Versuchen und Events. Vom kleinen Experiment im Kellertheater bis zu großen Open-Air Veranstaltungen gibt es keine Einschränkungen - fast alles ist in diesem einzigartigen Ambiente machbar.

2006 erschien in der edition lex liszt 12 der Band: "CselleyMühle - 30 Jahre Kultur- und Aktionszentrum"

http://www.cselley-muehle.at

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